Antiquitäten aus Keramik
April 1, 2008
Antiquitäten aus Keramik umfassen ein breites Spektrum was sowohl die Epochen als auch die verschiedensten Ausführungen betrifft.
Die Bezeichnung Keramik stammt aus dem Altgriechischen „Keramos“, war die Bezeichnung für Ton und die aus ihm durch Brennen hergestellten formbeständigen Erzeugnisse. Die Produktion von Keramik gehört zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit. Das Ausgangsmaterial Ton bot jedoch schon sehr früh auch Anreize zu künstlerischer Gestaltung.
Die bekannten Kacheln aus Delft mit seinen charakteristischen blauen Motiven sind ebenso bekannt wie das teure Porzellan aus Meißen. Für beide hochkultivierte Keramikformen steht als Anfangsmaterial Ton als Basis für die Herstellung.
Kaolin – auch Porzellanerde genannt, ist ein Verwitterungsprodukt von Feldspat. Es besteht weitgehend aus Kaolonit, einem hydratisierten Alumosilikat, begleitet von Quarzsand, Feldspat und Glimmer. Letztere Bestandteile werden durch Schlämmen und Sieben entfernt, das Endprodukt muss möglichst plastisch, beim Trocknen formstabil und nach dem Brennen weiß sein. Zur Erzielung der gewünschten Eigenschaften werden Kaoline unterschiedlicher Herkunft gemischt (Mineral Dressing). Um ein gutes Gießverhalten zu erreichen, gibt man noch Plastifizierungsmittel zu.
Marco Polo brachte das erste Porzellan nach Europa. Im Italien des 15. Jahrhunderts nannte man die aus China bekannte feine, weiße Keramik “Porcellana”, Man nahm an, sie bestehe aus der zerstampften, Schale einer Schnecke der Gattung Kauri.
Die europäischen Porzellanmanufakturen hatten ihren Höhepunkt im 18. Jahrhundert. Aus diesen Epochen stammen auch die meisten aufwändig gestalteten Antiquitäten aus Keramik.
1710 entstand in Meißen auf der Albrechtsburg die erste europäische Porzellanproduktionsstätte, die Weltgeltung erreichte. Fast ein halbes Jahrhundert lang konnte Meißen das Geheimnis der Porzellanherstellung für sich bewahren. Das Meißner Porzellan aus der Meißner Porzellan-Manufaktur ist noch heute berühmt, alle Porzellane aus dieser Produktion tragen bereits seit 1722 das Markenzeichen für Meißner Porzellan, die “Gekreuzten Schwerter”.
Posted in


