Antiquitäten aus Zinn

Date April 1, 2008

Antiquitäten aus Zinn findet man nahezu fast in jedem Haushalt. Kerzenleuchter, Zierteller und –becher sind beliebte Sammlergegenstände und auf dem Markt zu relativ niedrigen Preisen zu erwerben. Seit Jahrhunderten wird reines Zinnblech großflächig zur Herstellung von Orgelpfeifen im Sichtbereich verwendet. Diese behalten ihre silbrige Farbe über viele Jahrzehnte. Das weiche Metall wird aber in der Regel in einer Legierung mit Blei, dem so genannten Orgelmetall verwendet und hat für die Klangentfaltung sehr gute vibrationsdämpfende Eigenschaften. Zu tiefe Temperaturen sind wegen der Umwandlung in α-Zinn schädlich für Orgelpfeifen, Viele Haushaltsgegenstände, Geschirre, Tuben, Dosen und auch das Kinderspielzeug Zinnfiguren wurden früher ganz aus Zinn gefertigt, rundweg der einfacheren Verarbeitungstechnologie der Zeit entsprechend. Mittlerweile jedoch wurde das relativ kostbare Material meist durch preiswertere Möglichkeiten ersetzt. Ziergegenstände und Modeschmuck werden weiterhin aus Zinnlegierungen, Hartzinn bzw. Britanniametall hergestellt.

Zinn ist vermutlich seit 3500 v. Chr. Bekannt. In der Türkei wurden beispielsweise das Zinnbergwerk Kestel und die Zinnverarbeitungsstätte Göltepe entdeckt. Auch in einem ägyptischen Grabmal aus der 18. Dynastie (etwa 1500 v. Chr.) wurden Gegenstände aus Zinn gefunden.

Unter der Bezeichnung Argentin wurde Zinnpulver früher zur Herstellung von unechtem Silberpapier und unechter Silberfolie verwendet. Seit dem Mittelalter ist Zinngießer ein spezieller Beruf, der sich bis heute erhalten hat.

Antiquitäten aus Zinn gibt es in den vielfältigsten Varianten.

Zinnplatten als Präsentierschale für Obst aus dem frühen 19. Jahrhundert werden durch den Handel bereits für 100 Euro angeboten. Zinnleuchter aus der Barockzeit gibt es für etwa 300 Euro. Sammler von Antiquitäten aus Zinn werden überall fündig. Denn im Verhältnis zu antiken Möbeln sind antike Gegenstände relativ preisgünstig.

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