Antiquitäten
Mai 29, 2008
Unter Antiquitäten versteht man im Allgemeinen sammelnswerte Gegenstände, die sowohl einen gewissen materiellen Wert haben als auch eine Wertsteigerung durch den Prozess des Alterns erhalten. Grob gesagt sind Antiquitäten älter als 50 Jahre. Sie stammen entweder aus dem Kunsthandwerk oder aufwändig gestalteter Gebrauchsgegenstände, die in der heutigen Zeit nicht mehr in dieser Art hergestellt werden. Sie umfassen alle Bereiche menschlichen Lebens von der Antike bis zur Neuzeit. Alte Bücher, Schriften, Noten, Zeitungen und Zeitschriften werden als antiquarisch bezeichnet. Bei Kunstwerken (Gemälde, Bildhauerei usw.) gibt es einen fließenden Übergang zwischen Kunst- und Antiquitätenhandel. Je nach Herkunft sind einige Antiquitäten nicht für den freien Handel zugelassen, wenn sie aufgrund geltender Gesetze besonders geschützt sind; dies gilt vor allem für Gegenstände der Antike und von Ausgrabungen.
Die Einteilung der Epochen von der Romanik über Barock, Klassizismus bis hin zum Jugendstil bezieht sich zumeist auf den deutschen Sprachraum und kann daher in anderen europäischen Ländern abweichen. In anderen Kulturkreisen wie Afrika, Amerika oder Asien gelten ebenfalls andere Epochen.
Man kann Antiquitäten durch die Betrachtung der handwerklichen Details unterscheiden, wobei sich Beginn und Ende einzelner Stilperioden nicht eindeutig auf bestimmte Jahre festlegen lassen.
Details der vergangenen Epoche wurden übernommen, man entwickelte Neues – oft als Gegensatz zum Vorherigen – und es kam zu einer Hochblüte eines Stiles. So sind Zeitangaben eine Art Rahmen. Auf dem Lande wurde etwas, was sich bewährt hatte, noch lange weitergeführt, in der Stadt jedoch suchte man schon wieder nach Innovationen. Im 19. Jahrhundert war es üblich, Bauteile aus vorherigen Perioden neu zu verwenden. Als neuzeitlich bezeichnete Antiquitäten kann man zum Beispiel Design-Gegenstände des 20. Jahrhunderts nennen.
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