Knorr – alte Werbetafel

Date April 30, 2008

Wer ein Sammler von alten Werbetafeln aus Email ist, stößt öfters auch auf die Schilder der alteingesessenen Firma Knorr.

Das Unternehmen wurde bereits 1838 von Carl Heinrich Theodor Knorr Carl Heinrich (1800−1875) in Heilbronn gegründet. Am 29. August 1838 eröffnete der Gründer einen Gemischtwarenladen in der Kaiserstraße, am 28. September 1838 erhielt er die Konzession für den Bau einer Fabrik für Kaffee-Ersatz aus Zichorien vor dem Brückentor, dem heutigen Bahnhofsviertel. Die Fabrik mit 53 Arbeitern wurde zur größten Fabrik in Heilbronn, sie wurde jedoch 1855 an August Closs, den Bruder des Schwiegersohns des Firmengründers, verkauft. 1857 gründete Knorr auf dem Hefenweiler eine Tuchfabrik, die er jedoch wegen nicht zu bezahlender Schulden bereits 1858 schließen muss. Im Anschluss gründete Knorr die Firma C. H. Knorr Engros-Geschäft in Reis, Gerste, Sago und Landesprodukten in der Sülmerstraße.

Das heute noch knapp veränderte Logo trägt in unverändertem Schriftzug den Namen des Firmengründers und ist auf den alten Werbetafeln von Knorr noch nicht zu sehen. Die Werbeschilder aus dem späten 19. Jahrhundert stellen dann auch die damals üblichen Köchinnen oder Haushälterinnen der besseren Gesellschaft dar. Der damalige Werbespruch: „Suppen von C.H. Knorr sind die besten“ wird heutzutage natürlich nicht mehr verwendet, zumal Knorr seine Produktpalette ja auch um einiges erweitert hat. Die 1889 produzierte Erbswurst gehört sicherlich nicht mehr dazu.

In der Schweiz wird seit den 1940er Jahren bis heute „Knorrli“, ein Männchen mit Zipfelmütze, Holzschuhen und einem Kochlöffel in der linken Hand, als Werbefigur genutzt. In Deutschland war in den 1960er Jahren die Werbefigur „Knorri“ populär, ein auf zwei Beinen stehender Ochse mit einem Kochlöffel in der rechten Hand, ebenso die Figur „Stocki“, eine halb geschälte Kartoffel mit Schiebermütze, die das gleichnamige Kartoffelpüree bewarb.

Alte Werbetafeln von Knorr existieren seit über 100 Jahren und es ist mit Sicherheit für jeden Sammler eine große Herausforderung, jedes Exemplar zu ergattern.

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