Antiquitäten Möbel

Date April 1, 2008

Wer Möbel als Antiquitäten liebt, hat ein schönes Hobby. Nichts ist aufregender, als auf Flohmärkten oder alten Bauernhöfen ein Schnäppchen gemacht zu haben und einen alten Schrank, der auf dem Markt 2000 Euro wert ist, für 250 Euro erstanden zu haben. Etwas Ahnung von der Materie sollte man schon haben, um nicht von windigen Händlern übers Ohr gehauen zu werden. Fälscher machen sich oft die Unkenntnis vieler Liebhaber von antiken Möbeln zunutze und trimmen neue Stühle oder Tisch auf alt, indem künstliche Holzwurmlöcher gebohrt oder das Holz mit dunkler Beize behandelt wird. Wer sich beim Verkauf auf Flohmärkten oder gar Privatverkäufen bei Ebay nicht sicher ist, sollte sich an einen seriösen Antiquitätenhändler wenden oder direkt ein spezialisiertes Auktionshaus aufsuchen. Gerade Privatauktionen im Internet halten oftmals nicht das, was versprochen wird. Da werden Sitzgruppen aus dem Jugendstil angeboten, die gar nichts mit dem Jugendstil zu tun haben sondern zufällig nur aus der betreffenden Epoche stammen, aber ansonsten grob zusammengezimmerte Bauernmöbel sind. Oft sind diese falschen Etiketten noch nicht einmal böswillig vorgenommen sondern basieren auf der Unkenntnis der Verkäufer, die auf die Schnelle den Nachlass der Erbtante zu Geld machen wollen.

Wer selbst bereits über einen gewissen Sachverstand verfügt, kann auch im benachbarten Ausland so manche Rarität erwerben. Stubenschränke aus der Mitte des 19. Jahrhunderts beispielsweise mit bunten Bleiverglasungen und reichhaltigen Schnitzereien sind oft auch noch bei Privatleuten zu finden. Alte Möbel und Antiquitäten werden gerade auf dem Land noch zu finden sein, denn im Gegensatz zum urbanen Leben, hielten die Menschen in ländlicheren Gebieten noch an den alten Traditionen fest und so sind so manche gut erhaltene Möbel aus vergangenen Epochen noch zu haben.

Antiquitäten Händler

Date April 1, 2008

Für den Beruf des Antiquitätenhändlers gibt es keine einheitliche Ausbildung. Es gibt Antikmöbeldepots, die eine alte Scheune als Möbellager benutzen und mehr oder weniger antike Möble, Bilder, Geschirr oder Besteck aufkaufen und verkaufen. Die Betreiber selbst haben vielleicht eine Ausbildung zum Tischer absolviert oder haben sich die Kenntnis per Selbststudium angeeignet.

Es gibt aber auch Antiquitätenhändler, die vorher eine Ausbildung zum Kunst- oder Antiquitätensachverständigen durchlaufen haben und so den Kunden gegenüber auch als Experten und Berater auftreten können. Die Antiquitäten, die hier angeboten werden, sind mit Sicherheit teurer als die antiken Gegenstände, die von einem bloßen Antiquitätenliebhaber veräußert werden.

Viele Händler waren vorher über ein paar Jahre in einem Auktionshaus tätig oder als Angestellte bei einem Antiquitätenhändler beschäftigt gewesen.

Wer sich Kunde in Antiquitäten nicht auskennt und der Beratung bedarf, sollte sich vorher erkundigen, welche Laufbahn der jeweilige Händler hinter sich hat und wie lange er bereits in der Branche tätig ist.

Wer bereits über Vorkenntnisse verfügt und Antiquitäten sammelt kann in einem Antikmarkt auf dem Land das eine oder andere gute Schnäppchen machen. Oftmals verkaufen die hier ansässigen Antiquitätenhändler antike Möbel aus alten Bauernhöfen, die teilweise noch sehr gut erhalten sind. Zum Teil sind auch Restaurierungen notwendig und hier zeigt es sich, wer ein richtig guter und professioneller Händler ist. Viele Händler nämlich bieten eine Restaurierung erst gar nicht an und verweisen auf den günstigen Preis. Möchte man dann aber doch einen intakten Schrank erwerben, muss vorher noch extra ein Restaurator aufgesucht werden, der natürlich den Preis für den ehemals günstigen Schrank in die Höhe treibt.

Antiquitäten aus Zinn

Date April 1, 2008

Antiquitäten aus Zinn findet man nahezu fast in jedem Haushalt. Kerzenleuchter, Zierteller und –becher sind beliebte Sammlergegenstände und auf dem Markt zu relativ niedrigen Preisen zu erwerben. Seit Jahrhunderten wird reines Zinnblech großflächig zur Herstellung von Orgelpfeifen im Sichtbereich verwendet. Diese behalten ihre silbrige Farbe über viele Jahrzehnte. Das weiche Metall wird aber in der Regel in einer Legierung mit Blei, dem so genannten Orgelmetall verwendet und hat für die Klangentfaltung sehr gute vibrationsdämpfende Eigenschaften. Zu tiefe Temperaturen sind wegen der Umwandlung in α-Zinn schädlich für Orgelpfeifen, Viele Haushaltsgegenstände, Geschirre, Tuben, Dosen und auch das Kinderspielzeug Zinnfiguren wurden früher ganz aus Zinn gefertigt, rundweg der einfacheren Verarbeitungstechnologie der Zeit entsprechend. Mittlerweile jedoch wurde das relativ kostbare Material meist durch preiswertere Möglichkeiten ersetzt. Ziergegenstände und Modeschmuck werden weiterhin aus Zinnlegierungen, Hartzinn bzw. Britanniametall hergestellt.

Zinn ist vermutlich seit 3500 v. Chr. Bekannt. In der Türkei wurden beispielsweise das Zinnbergwerk Kestel und die Zinnverarbeitungsstätte Göltepe entdeckt. Auch in einem ägyptischen Grabmal aus der 18. Dynastie (etwa 1500 v. Chr.) wurden Gegenstände aus Zinn gefunden.

Unter der Bezeichnung Argentin wurde Zinnpulver früher zur Herstellung von unechtem Silberpapier und unechter Silberfolie verwendet. Seit dem Mittelalter ist Zinngießer ein spezieller Beruf, der sich bis heute erhalten hat.

Antiquitäten aus Zinn gibt es in den vielfältigsten Varianten.

Zinnplatten als Präsentierschale für Obst aus dem frühen 19. Jahrhundert werden durch den Handel bereits für 100 Euro angeboten. Zinnleuchter aus der Barockzeit gibt es für etwa 300 Euro. Sammler von Antiquitäten aus Zinn werden überall fündig. Denn im Verhältnis zu antiken Möbeln sind antike Gegenstände relativ preisgünstig.

Antiquitäten aus Keramik

Date April 1, 2008

Antiquitäten aus Keramik umfassen ein breites Spektrum was sowohl die Epochen als auch die verschiedensten Ausführungen betrifft.

Die Bezeichnung Keramik stammt aus dem Altgriechischen „Keramos“, war die Bezeichnung für Ton und die aus ihm durch Brennen hergestellten formbeständigen Erzeugnisse. Die Produktion von Keramik gehört zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit. Das Ausgangsmaterial Ton bot jedoch schon sehr früh auch Anreize zu künstlerischer Gestaltung.

Die bekannten Kacheln aus Delft mit seinen charakteristischen blauen Motiven sind ebenso bekannt wie das teure Porzellan aus Meißen. Für beide hochkultivierte Keramikformen steht als Anfangsmaterial Ton als Basis für die Herstellung.

Kaolin – auch Porzellanerde genannt, ist ein Verwitterungsprodukt von Feldspat. Es besteht weitgehend aus Kaolonit, einem hydratisierten Alumosilikat, begleitet von Quarzsand, Feldspat und Glimmer. Letztere Bestandteile werden durch Schlämmen und Sieben entfernt, das Endprodukt muss möglichst plastisch, beim Trocknen formstabil und nach dem Brennen weiß sein. Zur Erzielung der gewünschten Eigenschaften werden Kaoline unterschiedlicher Herkunft gemischt (Mineral Dressing). Um ein gutes Gießverhalten zu erreichen, gibt man noch Plastifizierungsmittel zu.

Marco Polo brachte das erste Porzellan nach Europa. Im Italien des 15. Jahrhunderts nannte man die aus China bekannte feine, weiße Keramik “Porcellana”, Man nahm an, sie bestehe aus der zerstampften, Schale einer Schnecke der Gattung Kauri.

Die europäischen Porzellanmanufakturen hatten ihren Höhepunkt im 18. Jahrhundert. Aus diesen Epochen stammen auch die meisten aufwändig gestalteten Antiquitäten aus Keramik.

1710 entstand in Meißen auf der Albrechtsburg die erste europäische Porzellanproduktionsstätte, die Weltgeltung erreichte. Fast ein halbes Jahrhundert lang konnte Meißen das Geheimnis der Porzellanherstellung für sich bewahren. Das Meißner Porzellan aus der Meißner Porzellan-Manufaktur ist noch heute berühmt, alle Porzellane aus dieser Produktion tragen bereits seit 1722 das Markenzeichen für Meißner Porzellan, die “Gekreuzten Schwerter”.

Alte Schreibtische

Date April 1, 2008

Was ist faszinierender als der Anblick eines riesigen alten Schreibtisches, der sich über ein Maß von 2,50 m Breite und über einen Meter Tiefe in edlem Holz und aufwändigen Intarsien vor dem Betrachter ausbreitet? Weniger eine nützliche Unterlage als ein monumentales Kunstwerk bietet sich den Augen des Bewunderers gerade bei Besuchen auf Schlössern oder Museen für Zeitgeschichte. Man meint, ein solche alter und schwerer Schreibtisch würde gar nicht in eine herkömmliche Wohnung passen geschweige denn, durch ein Treppenhaus passen. Antike Schreibtische sind so auch weniger in Privathaushalten zu finden als in Präsidentenpalästen und Schuldirektorenzimmern – als Zeichen der Macht sozusagen.

Alte Schreibtische gibt es auch der Form von alten Sekretären, die aus unendlich vielen kleinen Schubladen zu bestehen scheinen. Die Schreibfläche an sich ist meistens nicht so groß, dass sie beispielsweise für den Platzanspruch eines Sechstklässlers reichen würden. Auch wer im Beruf viel mit Schreibtätigkeit zu tun hat, nutzt einen antiken Sekretär als Zierde für den Eingangsbereich, um Schlüssel oder ähnliche kleinen Gegenstände aufzubewahren, die einen sicheren Platz benötigen. Auch geheime Liebesbriefe kann man in einem Sekretär abschließen. Sekretär hat in der Übersetzung ja auch etwas mit Geheimnis zu tun.

Alte Schreibtische gibt es zu versteigern und zu verkaufen bei Auflösungen von Firmen oder Ämtern. Fünfzig Jahre alte große Schreibtische bieten für wenig Geld viel Platz und bieten in einem modern eingerichteten Haus einen reizvollen Gegensatz zu den geradlinigen Möbeln. Alte Schreibtische sind oft noch aus massivem Holz oder zumindest Sperrholz gefertigt, sind stabil und massiv. Wer genug Platz hat in seiner Wohnung – ein Schreibtisch sollte natürlich nicht als Stolperfalle den gesamten Raum einnehmen – sollte sich ein stilvolles Möbelstück gönnen.